Blunzengröstl
Traditionelle Hausmannskost aus Österreich
…manchmal sind es die einfachsten Gerichte, die am tiefsten im Herzen verankert sind. Das Blunzengröstl gehört zweifellos dazu – ein traditionelles Gericht, das nicht nur satt macht, sondern auch ein Stück österreichische Geschichte erzählt.
Die Wurzeln dieses Klassikers liegen in der Armeleute-Küche. Besonders in der Nachkriegszeit, als Lebensmittel knapp und teuer waren, griff man auf alles zurück, was verfügbar war. Blutwurst – oder wie wir in Österreich sagen: Blunzen – galt als preiswertes, aber sehr nahrhaftes Lebensmittel. Kombiniert mit Erdäpfeln, die auf fast jedem Feld wuchsen und eine gute Sättigungsgrundlage boten, entstand ein einfaches, aber kräftigendes Gericht: das Blunzengröstl.
Historischer Hintergrund
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Blutwurst (Blunzen) war früher eine sehr günstige Wurstsorte, weil sie im Zuge der Hausschlachtung entstand. Man verwertete das Schweineblut, Fett und Reste, die für andere Würste oder Fleischstücke nicht geeignet waren. Damit konnte man „aus wenig viel machen“.
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In bäuerlichen Haushalten war es üblich, nichts vom Tier zu verschwenden. Die Blutwurst wurde daher oft gleich frisch nach der Schlachtung gegessen oder zu einfachen Gerichten weiterverarbeitet.
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Erdäpfel waren seit dem 18. Jahrhundert das Grundnahrungsmittel der österreichischen Bevölkerung – günstig, sättigend und nahezu immer verfügbar.
💡 Warum „Armeleute-Essen“?
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Blutwurst + Erdäpfel = preiswert, regional verfügbar und sehr nahrhaft.
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Das Gröstl selbst war ein klassisches „Restlessen“: gekochte Erdäpfel vom Vortag, ein bisschen Zwiebel, was gerade da war – und eben die Blunzen.
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Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Nachkriegszeit, galt das Blunzengröstl als einfaches, aber kräftigendes Gericht für die ganze Familie.
📌 Heute
Heute ist das Blunzengröstl kein Armeleute-Essen mehr, sondern ein traditionelles Wirtshausgericht. In Gasthäusern und bei Heurigen findet man es häufig auf der Karte – oft sogar als „kulinarische Spezialität“ beworben. Gerade durch die Rückbesinnung auf regionale, nachhaltige Produkte (wie Bio-Blutwurst) erfährt das Gericht eine echte Aufwertung.
Auch heute noch wird es gerne serviert – nicht mehr aus Mangel, sondern aus Wertschätzung für die österreichische Tradition und für ehrliche Hausmannskost.
Für dieses Rezept habe ich auf hochwertige Zutaten gesetzt: die Bio-Blutwurst vom Biohof Harbich*, die mit ihrer feinen Würzung und kräftigen Textur überzeugt, und die Erdäpfel, die das Gröstl wunderbar abrunden. Einfach, traditionell – und doch voller Genuss!
*unentgeltliche Werbe/Produkte selbstgekauft.
Noch mehr herbstliche Genussideen gibt’s wie immer auf meinem Instagram-Kanal @letsdocooking ♥
Zutaten für 4 Personen:
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400 g Bio-Blutwurst (z. B. vom Biohof Harbich*)
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500 g Bio Erdäpfel (gekocht und in Scheiben geschnitten)
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1 große Zwiebel, fein gehackt
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2 EL Butterschmalz oder Öl
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Salz & Pfeffer
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1 EL Kümmel
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4 Eier (für die Spiegeleier)
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1 Bund Schnittlauch oder Petersilie, frisch geschnitten
👉 Wer es gerne noch deftiger mag, kann zusätzlich etwas Speckwürfel mitbraten.
*unentgeltliche Werbe/Produkte selbstgekauft.
Zubereitung:
Vorbereitung der Erdäpfel
Die Pfanni-Erdäpfel kochen, etwas auskühlen lassen und in gleichmäßige Scheiben schneiden.
Zwiebel anschwitzen
In einer großen Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die fein gehackte Zwiebel darin goldgelb anschwitzen.
Erdäpfel rösten
Die Erdäpfelscheiben dazugeben und rundum knusprig anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.
Blutwurst zugeben
Die Bio-Blutwurst schälen, in grobe Stücke schneiden und vorsichtig unter die Erdäpfel heben. Bei mittlerer Hitze anrösten, bis alles schön vermengt ist und die Blutwurst leicht kross wird.
Spiegeleier braten
In einer zweiten Pfanne die Eier zu Spiegeleiern braten, leicht salzen und pfeffern.
Anrichten
Das Blunzengröstl auf Tellern anrichten, mit einem Spiegelei krönen und mit frischem Schnittlauch oder Petersilie bestreuen.
Serviervorschlag
Blunzengröstl ist mehr als nur ein Gericht – es ist ein Stück österreichische Esskultur. Rustikal, herzhaft und bodenständig, erinnert es an vergangene Zeiten, als das Essen nicht aufwendig sein musste, um zu wärmen und Kraft zu geben.
Mit dem Spiegelei on top bekommt das Gericht eine cremige Komponente, die wunderbar mit der Würze der Blutwurst harmoniert. Dazu passt ein knackiger Krautsalat, Sauerkraut oder grüner Salat, ein Glas Bier oder Most – und fertig ist ein Abendessen, das Tradition und Gemütlichkeit auf den Tisch bringt.
Lasst es euch schmecken!
Tipp
Früher wurde Blunzengröstl oft in großen Pfannen direkt am Tisch serviert, damit die ganze Familie gemeinsam daraus essen konnte. Wer es klassisch mag, reicht dazu noch Sauerkraut – so wie es in vielen Regionen Österreichs üblich war und ist.
Warum dieses Gericht so besonders ist
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Ein Stück Geschichte: Entstanden in der Nachkriegszeit als sättigendes Armeleute-Essen
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Regional & hochwertig: Heute mit Bio-Blutwurst vom Biohof Harbich neu interpretiert
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Tradition pur: Österreichische Hausmannskost in ihrer ehrlichsten Form
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Soulfood: Wärmt nicht nur den Bauch, sondern auch das Herz
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Blunzengröstl
Zutaten
- 300-500 g Bio Blutwurst z.B. vom Biohof Harbich
- 500 g Erdäpfel z.B. Beilagenerdäpfel
- 2 Stk. Bio Zwiebel mittelgroß, z.B. von Ja Natürlich!
- 2 EL Butterschmalz oder Bratöl
- 1 EL Kümmel
- 1 TL Meersalz fein gerieben
- ½ TL Pfeffer schwarz, fein gerieben
Zusätzlich:
- 2 Stk. Bio Eier für Spiegelei
- 1 Handvoll Schnittlauch fein geschnitten
Anleitungen
- Vorbereitung der Erdäpfel:Die Erdäpfel kochen, etwas auskühlen lassen und in gleichmäßige Scheiben schneiden.Zwiebel anschwitzen:In einer großen Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die fein gehackte Zwiebel darin goldgelb anschwitzen.Erdäpfel rösten:Die Erdäpfelscheiben dazugeben und rundum knusprig anbraten (das kann etwas dauern!). Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.Blutwurst zugeben:Die Bio-Blutwurst schälen, in grobe Stücke schneiden und vorsichtig unter die Erdäpfel heben. Bei mittlerer Hitze anrösten, bis alles schön vermengt ist und die Blutwurst leicht kross wird.Spiegeleier braten:In einer zweiten Pfanne die Eier zu Spiegeleiern braten, leicht salzen und pfeffern.Anrichten:Das Blunzengröstl auf Tellern anrichten, mit einem Spiegelei krönen und mit reichlich frischem Schnittlauch bestreuen. Dazu passt ein knackiger Krautsalat oder Sauerkraut.



