Eingelegter Rettich – knackig, süß-sauer und perfekt als Topping
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Eingelegter Rettich ist eines dieser einfachen Rezepte, die man einmal ausprobiert und danach immer wieder machen möchte. Aus frischem Rettich wird mit wenigen Zutaten ein knackiger, süß-saurer Vorrat fürs Glas, der viele Gerichte sofort spannender macht. Ob pink oder weiß, als Beilage, Topping oder kleiner Frischekick – Pickled Radish ist unglaublich vielseitig und lässt sich wunderbar vorbereiten.
Besonders schön ist dieses Rezept, wenn der Rettich direkt aus dem Garten kommt. Frisch geerntet, gewaschen, geschnitten und mit einem heißen Essigsud übergossen, verwandelt er sich in ein aromatisches eingelegtes Gemüse, das perfekt zu Bowls, Burgern, Sandwiches, Wraps, asiatischen Gerichten oder auch zur klassischen Jause passt.
In diesem Rezept zeige ich dir, wie du Rettich einfach selber einlegen kannst, wie du eine pinke und eine weiße Variante machst und worauf du achten solltest, damit dein eingelegter Rettich möglichst lange haltbar bleibt.
Weitere Rezepte für Eingelegtes findest du in meiner Kategorie „Lebensmittel haltbar machen“.
Schau dir gerne unser Video an:
Warum Rettich einlegen?
Rettich schmeckt frisch sehr knackig, leicht scharf und aromatisch. Durch das Einlegen in Essig, Wasser, Zucker und Salz wird er milder, bekommt eine angenehme Süße und Säure und bleibt trotzdem schön bissfest.
Das Einlegen ist außerdem ideal, wenn du Rettich aus dem Garten verwerten möchtest oder einfach gerne kleine Vorräte im Kühlschrank hast. So hast du jederzeit ein frisches Topping griffbereit, das vielen Gerichten mehr Geschmack, Farbe und Textur gibt.
Pickled Radish – pink oder weiß
Für dieses Rezept kannst du den Rettich ganz klassisch weiß einlegen oder, selbst wenn du keinen bereits pinken Ostergruß-Rettich wie ich verwendest, eine pinke Variante daraus machen. Wenn du weißen Rettich verwendest, kannst du für die schöne rosa Farbe einfach ein kleines Stück Rote Rübe mit ins Glas geben. Der Rettich nimmt die Farbe nach und nach auf und wird dadurch optisch besonders hübsch.
Die weiße Variante bleibt etwas schlichter und klassischer, während die pinke Variante perfekt aussieht, wenn du den Rettich zu Bowls, Burgern oder als Beilage servierst.
Wie lange ist eingelegter Rettich haltbar?
Im Kühlschrank hält sich eingelegter Rettich etwa 2 bis 3 Wochen. Wenn du sehr sauber arbeitest, sterile Gläser verwendest und einen stärkeren Essigsud mit mehr Essig und weniger Wasser machst, kann er auch länger haltbar sein.
Wichtig ist:
- Der Rettich muss immer vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein.
- Verwende immer sauberes Besteck zum Entnehmen.
- Nach dem Öffnen immer im Kühlschrank lagern.
- Wenn sich Schimmel bildet, der Sud unangenehm riecht oder schleimig wird, bitte nicht mehr essen.
Wenn du den Rettich länger lagern möchtest, kannst du die verschlossenen Gläser zusätzlich einkochen. Dann ist der Rettich ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert, mehrere Monate haltbar.
Wozu passt eingelegter Rettich?
Pickled Radish ist ein richtig vielseitiges Topping. Er bringt Frische, Säure und Knackigkeit auf den Teller und passt besonders gut zu herzhaften Gerichten.
Sehr gut passt eingelegter Rettich zu:
- Bowls mit Reis, Gemüse, Ei oder Fleisch
- Burgern und Sandwiches
- Wraps und Tacos
- asiatischen Nudelgerichten
- Reisgerichten
- Salaten
- gegrilltem Fleisch oder Fisch
- einer herzhaften Jause
- Eierrolle mit Speck
- Käsebrot oder Frischkäsebrot
Ich habe den eingelegten Rettich hier zu einer Eierrolle mit Speck serviert. Die Kombination funktioniert richtig gut, weil der süß-saure Rettich die herzhafte Eierrolle schön ausbalanciert.
Tipps für besonders guten eingelegten Rettich
Schneide den Rettich möglichst gleichmäßig, damit alle Stücke gleichmäßig durchziehen.
Für eine mildere Variante kannst du etwas mehr Zucker verwenden. Für eine kräftigere und längere Haltbarkeit nimmst du mehr Essig und weniger Wasser.
Wenn du es würziger magst, kannst du zusätzlich Pfefferkörner, Chili, Lorbeerblatt oder Ingwer ins Glas geben.
Für die pinke Farbe reicht bereits ein kleines Stück Rote Rübe. Je länger der Rettich zieht, desto intensiver wird die Farbe.
Tipps für längere Haltbarkeit des eingelegten Rettichs:
1. Mehr Essig, weniger Wasser verwenden
Für längere Haltbarkeit sollte der Sud säurebetonter sein. Statt 200 ml Essig und 200 ml Wasser kannst du nehmen:
- 300 ml Essig
- 100 ml Wasser
- 2 EL Zucker
- 1 ½ TL Salz
Dadurch wird der Rettich saurer, aber auch deutlich länger haltbar.
2. Gläser richtig sterilisieren
Die Schraubgläser und Deckel vorher gründlich reinigen und dann entweder:
- 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen
oder - bei 120 °C ca. 10–15 Minuten ins Backrohr stellen
Deckel besser auskochen, nicht ins Backrohr geben, da die Dichtungen beschädigt werden können.
3. Sud richtig heiß einfüllen
Den Essigsud kurz aufkochen lassen und kochend heiß über den Rettich gießen. Das Glas sofort verschließen. So entsteht beim Abkühlen ein besseres Vakuum.
4. Rettich vollständig bedecken
Der Rettich muss immer komplett mit Sud bedeckt sein. Alles, was aus der Flüssigkeit herausschaut, kann schneller verderben. Notfalls etwas mehr Sud kochen.
5. Kühl und dunkel lagern
Für Kühlschrank-Pickles gilt:
- im Kühlschrank: ca. 4–6 Wochen
- bei sehr sauberer Arbeitsweise und stärkerem Essigsud: manchmal auch länger
Nach dem Öffnen immer im Kühlschrank lagern und nur mit sauberem Besteck entnehmen.
6. Für noch längere Haltbarkeit: einkochen
Wenn du den Rettich wirklich länger haltbar machen möchtest, kannst du die verschlossenen Gläser zusätzlich einkochen:
- Gläser verschließen
- in einen Topf mit heißem Wasser stellen
- Wasser sollte die Gläser zu mindestens ¾ bedecken
- ca. 10–15 Minuten bei etwa 85–90 °C einkochen
- danach herausnehmen und vollständig abkühlen lassen
Dann ist der Rettich ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert, mehrere Monate haltbar.
Wichtiger Hinweis:
Wenn der Rettich später unangenehm riecht, schäumt, die Flüssigkeit trüb und schleimig wird oder sich Schimmel bildet: bitte nicht mehr essen.
Mein Fazit:
Eingelegter Rettich ist einfach gemacht, sieht wunderschön aus und bringt richtig viel Frische auf den Teller. Ob pink oder weiß, als Beilage zur Eierrolle mit Speck, als Topping für Bowls und Burger oder als kleiner Vorrat im Kühlschrank – dieses Rezept ist perfekt, wenn du Rettich haltbar machen und vielseitig verwenden möchtest.
Gerade wenn du Rettich aus dem eigenen Garten erntest, ist dieses Rezept eine schöne Möglichkeit, die Ernte direkt zu verwerten und länger genießen zu können. Vom Garten ins Glas – einfach, knackig und richtig lecker.
FAQ – Häufige Fragen zu eingelegtem Rettich
Wie lange ist eingelegter Rettich haltbar?
Eingelegter Rettich hält sich im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Wochen. Wichtig ist, dass der Rettich immer vollständig mit Sud bedeckt ist und nur mit sauberem Besteck entnommen wird. Wenn du sehr sauber arbeitest, sterile Gläser verwendest und einen kräftigeren Essigsud mit mehr Essig zubereitest, kann sich die Haltbarkeit verlängern.
Muss ich Rettich vor dem Einlegen schälen?
Das kommt auf den Rettich an. Wenn die Schale dünn und schön sauber ist, reicht gründliches Waschen oder Abbürsten meistens aus. Bei größeren oder etwas holzigeren Rettichen ist es besser, die Schale zu entfernen, damit der eingelegte Rettich feiner und angenehmer schmeckt.
Warum wird eingelegter Rettich pink?
Eingelegter weißer Rettich wird pink, wenn du ein kleines Stück Rote Rübe mit ins Glas gibst. Die Rote Rübe färbt den Sud und dadurch auch den Rettich. Je länger der Rettich zieht, desto intensiver wird die Farbe. Bei meiner Sorte im Rezept „Ostergruß“ ist allerdings die Farbe ohne Rote Rübe entstanden.
Kann ich eingelegten Rettich auch ohne Zucker machen?
Ja, du kannst den Zucker reduzieren oder durch eine Alternative ersetzen. Ganz ohne Süße wird der Rettich allerdings deutlich säuerlicher und schärfer im Geschmack. Ein wenig Zucker oder eine andere Süße rundet den Essigsud ab und macht den Rettich milder.
Welcher Essig eignet sich zum Einlegen von Rettich?
Für eingelegten Rettich eignen sich Reisessig, heller Apfelessig oder Weißweinessig sehr gut. Reisessig schmeckt besonders mild, Apfelessig bringt eine leichte Fruchtigkeit mit und Weißweinessig sorgt für eine klassische, klare Säure.
Wozu passt eingelegter Rettich?
Eingelegter Rettich passt zu Bowls, Burgern, Sandwiches, Wraps, Reisgerichten, asiatischen Rezepten, Salaten, gegrilltem Fleisch, Fisch oder Gemüse. Auch zur Jause, zu Käsebrot oder zu einer herzhaften Eierrolle mit Speck schmeckt er sehr gut.
Muss der Essigsud heiß über den Rettich gegossen werden?
Ja, am besten wird der Sud heiß über den geschnittenen Rettich gegossen. Dadurch lösen sich Zucker und Salz vollständig auf, die Aromen verteilen sich besser und der Rettich nimmt den Geschmack schneller an.
Kann man eingelegten Rettich einkochen?
Ja, du kannst die verschlossenen Gläser zusätzlich einkochen, wenn du die Haltbarkeit verlängern möchtest. Dafür werden die Gläser in heißem Wasser erhitzt. Danach sollten sie kühl und dunkel gelagert werden. Nach dem Öffnen gehören sie wieder in den Kühlschrank.
Wann kann man den eingelegten Rettich essen?
Du kannst den Rettich bereits nach ein paar Stunden probieren. Am besten schmeckt er aber nach etwa 24 Stunden, wenn er den süß-sauren Sud gut aufgenommen hat.
Woran erkenne ich, dass eingelegter Rettich nicht mehr gut ist?
Wenn der Sud unangenehm riecht, schäumt, schleimig wird oder sich Schimmel bildet, solltest du den Rettich nicht mehr essen. Auch ein stark veränderter Geschmack oder ein aufgeblähter Deckel können Hinweise darauf sein, dass das Glas verdorben ist.
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Süß-Sauer Eingelegter Rettich
Zutaten
- 500 g pinker Rettich od. Rettich eurer Wahl
- 200 ml Reisessig
- 200 ml Wasser
- 2 EL Zucker
- 1,5 TL Salz
- 1 TL Senfkörner
- ½ TL Pfefferkörner optional
- 1 Stk. Knoblauchzehe optional
Anleitungen
- Den Rettich schälen und in feine Scheiben, Stifte oder Würfel schneiden. Je dünner du ihn schneidest, desto schneller nimmt er den Geschmack der Marinade auf.Essig, Wasser, Zucker und Salz in einem kleinen Topf erhitzen. Kurz umrühren, bis sich Zucker und Salz vollständig gelöst haben. Die Flüssigkeit muss nicht lange kochen, nur heiß werden.Den geschnittenen Rettich in ein sauberes Schraubglas geben. Nach Wunsch Senfkörner, Pfefferkörner, Ingwer, Knoblauch oder Chili hinzufügen.Den heißen Essigsud über den Rettich gießen, bis alles gut bedeckt ist. Das Glas verschließen, kurz abkühlen lassen und danach in den Kühlschrank stellen.Nach etwa 2–3 Stunden ist der Rettich schon leicht eingelegt. Am besten schmeckt er aber nach 24 Stunden, wenn er richtig durchgezogen ist.
Haltbarkeit
- Im Kühlschrank hält sich der pickled Rettich etwa 2–3 Wochen, solange er immer mit sauberem Besteck entnommen wird und vollständig von der Flüssigkeit bedeckt bleibt.
Tipp
- Für eine schöne Farbe kannst du ein kleines Stück Rote Rübe mit ins Glas geben. Dadurch färbt sich der Rettich leicht rosa und sieht besonders hübsch aus. (Bei pinkem Rettich aber meist nicht notwendig)









