Rotkraut-Fleckerl – österreichischer Klassiker in violettem Gewand
…es gibt Gerichte, die fühlen sich an wie ein Stück Zuhause. Krautfleckerl gehören definitiv dazu – diese Mischung aus einfachen Nudeln, langsam geschmortem Kraut und einer Prise Küchenpoesie. Für LetsDoCooking habe ich eine Variante gekocht, die zugleich vertraut und aufregend wirkt: Rotkraut-Fleckerl. Gleiches Prinzip wie die klassischen Weißkrautfleckerl, aber mit einer Farbe, die einem jedes Mal ein kleines „Wow“ entlockt.
Rotkraut hat im österreichischen Winterküchen-Pantheon sowieso einen festen Platz: süß, herzhaft, ein bisschen säuerlich und voller Aroma. Beim Schmoren entwickelt es eine wunderbare Weichheit und eine Tiefe, die perfekt zu Fleckerl – diesen typisch österreichischen, quadratischen Nudeln – passt. Und ja: Es färbt alles in ein traumhaftes Violett. Die Küche sieht danach vielleicht kurz aus wie ein experimentelles Kunststudio, aber es lohnt sich.
Zutaten für 3 Portionen:
-
250 g Fleckerl
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½ kleiner Kopf Rotkraut
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2 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
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2 EL Butter oder Butterschmalz
-
3-4 EL Essiggurkerl-Wasser oder Apfelessig
-
1/2 TL Thymian
- 1 TL Knoblauchpulver
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Salz und Pfeffer
-
1 TL Kümmel
-
Optional: ½ TL Majoran, 1 geriebener Apfel
Zubereitung:
Zuerst das Rotkraut fein schneiden – je feiner, desto schneller wird es weich. Die Zwiebel in Butter anschwitzen und das Rotkraut zugeben. Alles gut durchmischen, mit etwas Wasser und Essiggurkerl-Wasser oder Apfelessig ablöschen, würzen und zugedeckt schmoren lassen. Nach etwa 25–35 Minuten ist das Kraut weich, glänzend und herrlich duftend.
In der Zwischenzeit die Fleckerl kochen, abseihen und leicht buttern. Sobald das Rotkraut fertig ist, die Nudeln unterheben und ein paar Minuten ziehen lassen. Die Fleckerl nehmen dabei die Farbe und das Aroma auf – ein kleiner magischer Moment am Herd.
Servieren & genießen
Rotkraut-Fleckerl schmecken pur fantastisch. Wer will, gibt am Teller einen Löffel Sauerrahm dazu oder röstet ein paar Speckwürfel knusprig an und mischt sie unter das Kraut. Vegane Version? Einfach Butter durch Pflanzenöl ersetzen – funktioniert genauso gut.
Warum ich dieses Rezept liebe:
Es ist günstig, sättigend, regional, schnell gemacht und trägt ein Stück österreichische Identität in sich. Und es zeigt, dass selbst ein einfaches Alltagsgericht spektakulär aussehen kann, wenn man ihm ein wenig Zeit im Topf gönnt.
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Klassische Rotkraut-Fleckerl
Zutaten
- 250 g Fleckerl (österreichische quadratische Nudeln)
- 0,5 kg Bio-Rotkraut
- 2 Stk. Bio-Zwiebel weiß oder rot
- 3 Stk. Knoblauchzehen
- 2 EL Butterschmalz oder sonstige Öle
- 4 EL Essiggurkerl-Wasser oder Apfelessig
- 1 EL Kümmel ganz oder gemahlen
- 1 TL Thymian
- Salz, Pfeffer
- optional: 1/2TL Majoran, 1 Apfel gerieben
Anleitungen
- Das Rotkraut vorbereiten: Die äußeren Blätter entfernen, Kraut halbieren und den Strunk herausschneiden. In feine Streifen hobeln oder schneiden. Je feiner, desto schneller und gleichmäßiger wird es später weich.
- Die Zwiebel sowie Knoblauch hacken und in einem größeren Topf in Butter glasig anschwitzen. Rotkraut dazugeben und gut durchmischen. Es fällt am Anfang wie ein violetter Berg zusammen, verliert dann aber schnell an Volumen – ein kleiner alchemistischer Moment.
- Mit Wasser sowie Essiggurkerl oder Apfelessig ablöschen, salzen, pfeffern, Kümmel dazu, optional Majoran und Apfel. Danach auf mittlerer Hitze zugedeckt schmoren lassen – etwa 25–35 Minuten, je nach gewünschter Bissfestigkeit. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser oder Gemüsebrühe zugeben.
- Während das Kraut gemütlich vor sich hinköchelt, die Fleckerl al dente kochen. Abseihen, salzen und leicht buttern.
- Wenn das Rotkraut weich, süß-säuerlich und angenehm glänzend ist, die warmen Fleckerl unterheben. Ein paar Minuten ziehen lassen, damit sich die Nudeln mit dem violetten Saft vollsaugen. Die Farbe wird intensiv und wunderschön.
- Abschmecken. Je nach Laune mehr Pfeffer oder ein Hauch Essig. Manche schwören auch auf einen Löffel Sauerrahm am Teller – das macht einen hübschen Farbkontrast.

