Selbstgemachte Kartoffelstärke
Einfach, nachhaltig und überraschend vielseitig
…Kartoffelstärke gehört zu diesen stillen Küchenhelden. Sie taucht selten im Rampenlicht auf, aber wenn sie gebraucht wird, rettet sie Soßen, verleiht Kuchen Saftigkeit und macht Knuspriges noch knuspriger. Und das Beste: Man kann sie ganz unkompliziert selbst herstellen – mit nichts weiter als Kartoffeln, Wasser und ein wenig Geduld. Gerade wenn man gerne weiß, was in den eigenen Lebensmitteln steckt, ist selbstgemachte Kartoffelstärke ein kleines Küchenexperiment mit großem Aha-Effekt.
Warum Kartoffelstärke selbst machen?
Kartoffelstärke ist reines Pflanzenmehl, glutenfrei und geschmacksneutral. Industriell hergestellt wird sie durch Waschen, Zerkleinern und Auswaschen der Stärke aus Kartoffeln – exakt das Gleiche lässt sich auch zu Hause umsetzen, nur in kleinerem Maßstab.
Selbstgemacht bedeutet:
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keine Zusatzstoffe
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perfekte Verwertung einfacher Kartoffeln
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ein besseres Gefühl für Zutaten und Prozesse
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und nebenbei ein kleines Stück Küchenwissen
Zutaten
Für etwa 40–60 g Kartoffelstärke brauchst du:
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1 kg mehligkochende Kartoffeln
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kaltes Wasser
Mehr nicht. Keine Magie, nur Physik und Geduld.
Schritt für Schritt zur Kartoffelstärke
Die Kartoffeln werden zuerst geschält und grob gerieben. Je feiner sie gerieben sind, desto leichter löst sich die Stärke. Diese Masse kommt in eine Schüssel und wird mit kaltem Wasser bedeckt.
Jetzt beginnt der entscheidende Teil: Die geriebenen Kartoffeln werden kräftig ausgewaschen. Mit den Händen oder durch ein Sieb wird die Flüssigkeit herausgedrückt. Das austretende Wasser sieht milchig-trüb aus – genau darin steckt die Stärke.
Diese Flüssigkeit lässt man einige Minuten stehen. Am Boden der Schüssel setzt sich ein feiner, weißer Belag ab. Das ist die Kartoffelstärke. Das klare Wasser darüber wird vorsichtig abgegossen.
Der feuchte Stärkebrei wird anschließend auf Backpapier oder einem sauberen Tuch dünn ausgestrichen und an der Luft getrocknet. Das dauert je nach Raumtemperatur mehrere Stunden bis einen Tag. Danach ist die Stärke hart und bröselig und kann zu feinem Pulver zerdrückt werden.
Richtig trocknen & lagern
Kartoffelstärke muss vollständig trocken sein, sonst klumpt sie oder verdirbt. Nach dem Trocknen wird sie luftdicht verschlossen, dunkel und trocken gelagert. So hält sie mehrere Monate problemlos.
Wofür du Kartoffelstärke verwenden kannst
Kartoffelstärke ist ein echtes Multitalent:
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zum Binden von Soßen, Suppen und Ragouts
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für saftige Kuchen und Biskuits
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für extra knusprige Panaden
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in der glutenfreien Küche als Mehlersatz
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für Pudding, Cremes oder Fruchtfüllungen
Schon kleine Mengen reichen – sie bindet stärker als Mehl.
Ein kleiner Küchen-Aha-Moment
Wenn man sieht, wie viel Stärke tatsächlich in einer Kartoffel steckt, verändert das den Blick auf Lebensmittel. Kartoffeln sind nicht nur Beilage, sondern kleine Stärke-Speicher – perfektioniert durch die Natur und nutzbar mit einfachsten Mitteln.
Selbstgemachte Kartoffelstärke ist kein Ersatz für den Alltagseinkauf, sondern eher ein bewusstes Küchenprojekt. Eines, das Wissen schafft, Ressourcen wertschätzt und zeigt, wie erstaunlich einfach viele Grundzutaten eigentlich sind.
Kochen beginnt nicht beim Rezept – sondern beim Verstehen der Zutaten.
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Kartoffelstärke
Zutaten
- 1 kg BIO-Erdäpfel mehlig oder halbfestkochend
- kaltes Wasser
Anleitungen
- Die Kartoffeln werden zuerst geschält und grob gerieben. Je feiner sie gerieben sind, desto leichter löst sich die Stärke. Diese Masse kommt in eine Schüssel und wird mit kaltem Wasser bedeckt.Jetzt beginnt der entscheidende Teil: Die geriebenen Kartoffeln werden kräftig ausgewaschen. Mit den Händen oder durch ein Sieb wird die Flüssigkeit herausgedrückt. Das austretende Wasser sieht milchig-trüb aus – genau darin steckt die Stärke.Diese Flüssigkeit lässt man einige Minuten stehen. Am Boden der Schüssel setzt sich ein feiner, weißer Belag ab. Das ist die Kartoffelstärke. Das klare Wasser darüber wird vorsichtig abgegossen.Der feuchte Stärkebrei wird anschließend auf Backpapier oder einem sauberen Tuch dünn ausgestrichen und an der Luft getrocknet. Das dauert je nach Raumtemperatur mehrere Stunden bis einen Tag. Danach ist die Stärke hart und bröselig und kann zu feinem Pulver zerdrückt werden.








