Walnuss Sauerteigbrot

…in der Welt des Backens gibt es kaum etwas, das so sehr die Sinne erweckt wie der verlockende Duft von frischem Brot, das gerade aus dem Ofen kommt. Und wenn dieses Brot noch dazu mit der knusprigen Textur von Walnüssen und der Tiefe von Sauerteig vereint ist, wird das Erlebnis zu einer wahren Gaumenfreude.

Sauerteigbrot – ein Produkt der Geduld und Hingabe – erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit. Seine natürliche Herstellung und der einzigartige Geschmack machen es zu einer Kunstform für Bäcker und Genießer gleichermaßen. Doch wenn man dem traditionellen Sauerteigbrot eine Handvoll knackiger Walnüsse hinzufügt, entsteht etwas ganz Besonderes: ein Brot, das nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch die Seele wärmt.

 

Begleite mich auf einer kulinarischen Reise, die nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch die Magie des Backens und der Aromen offenbart. Willkommen in der Welt des Walnuss-Sauerteigbrots – wo Tradition und Kreativität sich vereinen, um ein Brot zu erschaffen, das alle Sinne verführt.

Die Kunst des Sauerteigs: Die Essenz des traditionellen Backens

Sauerteigbrot, eine uralte Kunst, die durch Jahrhunderte hindurch überlebt hat und in der heutigen Zeit wieder an Popularität gewinnt. Die Essenz dieses Brotes liegt in der Geduld und Hingabe seiner Herstellung. Es ist mehr als nur ein simples Backrezept – es ist eine Verbindung zu den Ursprüngen des Brotbackens, eine Symbiose aus Mehl, Wasser und Zeit.

Der Sauerteig selbst ist eine faszinierende Mischung aus wilden Hefen und Bakterien, die gemeinsam einen Teig fermentieren lassen. Dieser natürliche Prozess der Fermentation verleiht dem Sauerteigbrot nicht nur seinen unverwechselbaren Geschmack, sondern auch seine charakteristische Kruste und Textur.

Der entscheidende Schritt, um Sauerteig herzustellen, liegt in der Pflege des „Starters“ – einer lebenden Kultur aus Mehl und Wasser, die über Tage und Wochen hinweg genährt und aktiv gehalten wird. Dieser Starter ist die treibende Kraft hinter der Herstellung von Sauerteigbrot und verleiht ihm seine einzigartigen Qualitäten.

Die Zeit, die in die Pflege des Sauerteigs investiert wird, zahlt sich mit einem reichen, komplexen Geschmack aus, der durch die langsame Fermentation entsteht. Sauerteigbrot ist nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern ein Kunstwerk, das die Essenz traditioneller Brotkunst verkörpert.

Wer also Sauerteigbrot backen möchte muss erst, sofern man nicht getrockneten Sauerteig-Starter nimmt, einen Sauerteig-Ansatz herstellen!

Anleitung zur Herstellung eines Sauerteig Starters:

Zutaten:

  • 50 g Roggenmehl (Vollkorn oder Type 1150)
  • 50 ml lauwarmes Wasser (ohne Chlor, z.B. gefiltert)

Anleitung:

  1. Tag 1: In einer sauberen Glas- oder Plastikschüssel 50 g Roggenmehl mit 50 ml lauwarmem Wasser vermengen. Rühre es gründlich um, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Decke die Schüssel locker mit einem Küchentuch ab und lasse sie an einem warmen Ort stehen, etwa bei Zimmertemperatur.
  2. Tag 2: 24 Stunden sind vergangen. Prüfe den Starter. Möglicherweise sind erste Bläschen sichtbar, was auf eine Aktivität der natürlichen Hefen und Bakterien hinweist. Füge weitere 50 g Roggenmehl und 50 ml lauwarmes Wasser hinzu. Rühre alles gut um und decke die Schüssel wieder locker ab.
  3. Tag 3-7: Wiederhole diesen Prozess täglich. Entsorge dabei jeweils die Hälfte des Starteransatzes und füge wieder 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser hinzu. Der Starter wird allmählich an Aktivität gewinnen – du wirst mehr Bläschen sehen und einen leicht säuerlichen Geruch bemerken.
  4. Tag 7: Dein Sauerteig Starter sollte jetzt aktiv und bereit sein, um damit Sauerteigbrot zu backen! Er sollte eine angenehme, säuerliche Note haben, Bläschen aufweisen und im Volumen zugenommen haben.

Es ist wichtig, den Sauerteig während des Prozesses gut zu beobachten. Wenn er ungewöhnlich riecht (etwa nach Essig oder unangenehm faulig), kann etwas schiefgegangen sein, und es ist besser, von vorne zu beginnen.

Die Temperatur, das Mehl und sogar die Luftfeuchtigkeit können den Sauerteig beeinflussen. Es kann einige Versuche brauchen, bis du deinen perfekten Starter hast. Und vergiss nicht, dass die Pflege deines Sauerteigs mit regelmäßigem Füttern auch nach dem ersten erfolgreichen Ansatz fortgesetzt werden muss, wenn du ihn aktiv und lebendig erhalten möchtest.

Wie pflegt man einen Sauerteig-Starter?

Die Pflege eines Sauerteigs ist entscheidend, um ihn gesund, aktiv und für die Herstellung von leckerem Sauerteigbrot einsatzbereit zu halten. Hier sind die grundlegenden Schritte zur Sauerteigpflege:

Tägliche Pflege:

  1. Füttern: Entsorge einen Teil des Sauerteigs (etwa die Hälfte) und füge eine gleiche Menge (in Gewicht) von Mehl und Wasser hinzu. Eine gängige Faustregel ist 1 Teil Sauerteigstarter zu 1 Teil Mehl zu 1 Teil Wasser.
  2. Mischen: Rühre den Sauerteig gut um, damit sich das Mehl und das Wasser gut mit dem bestehenden Starter vermischen. Dadurch wird der Sauerteig mit frischer Nahrung versorgt, um seine Aktivität aufrechtzuerhalten.
  3. Abdecken: Decke den Sauerteig locker ab und lasse ihn bei Raumtemperatur stehen. Vermeide direktes Sonnenlicht oder extreme Temperaturen.

Wöchentliche Pflege:

  1. Auffrischen: Wenn du deinen Sauerteig nicht täglich fütterst, sollte er mindestens einmal pro Woche gefüttert werden, um aktiv zu bleiben. Entsorge dabei einen Teil und füttere ihn wie oben beschrieben.
  2. Ruhezeit im Kühlschrank: Wenn du deinen Sauerteig weniger häufig fütterst, bewahre ihn im Kühlschrank auf. Vor der Nutzung nimm ihn heraus, lasse ihn Raumtemperatur annehmen und füttere ihn dann wie gewohnt.

Woran erkennt man, ob der Sauerteig gepflegt werden muss?

  • Frische Bläschen: Aktiver Sauerteig zeigt nach dem Füttern Blasenbildung an der Oberfläche.
  • Volumenzunahme: Der Sauerteig sollte nach dem Füttern an Volumen zunehmen.
  • Säuerlicher Geruch: Ein angenehmer, leicht säuerlicher Geruch ist normal.

Problemlösung:

  • Unangenehmer Geruch: Wenn der Sauerteig ungewöhnlich riecht (stark säuerlich, nach Essig oder faulig), ist er möglicherweise überfüttert oder unterfüttert. Riecht er angenehm, aber zeigt keine Aktivität, braucht er möglicherweise häufigere Fütterungen.
  • Schimmelbildung: Entwickelt der Sauerteig Schimmel, muss er verworfen werden. Achte darauf, dass dein Sauerteiggefäß immer sauber und trocken ist.

Die Pflege eines Sauerteigs erfordert Geduld und Aufmerksamkeit. Es ist eine lebende Kultur, die regelmäßige Nahrung und Sorgfalt braucht, um ihre Aktivität aufrechtzuerhalten. Mit etwas Übung wirst du ein Gefühl dafür bekommen, wie du deinen Sauerteig am besten pflegen kannst, um köstliches Sauerteigbrot zu backen.

Kann man Sauerteig haltbar machen?

Das Trocknen eines Sauerteig Starters ist eine Möglichkeit, um ihn längerfristig zu konservieren oder zu versenden. Hier ist eine Anleitung, wie du deinen Sauerteig Starter trocknen kannst:

Materialien:

  • Backpapier oder Silikonbackmatte
  • Sauerteig Starter

Anleitung:

  1. Vorbereitung des Sauerteigs: Stelle sicher, dass dein Sauerteig Starter aktiv und gesund ist. Er sollte kürzlich gefüttert worden sein und in gutem Zustand sein.
  2. Aufbau der Trocknungsoberfläche: Lege Backpapier oder eine Silikonbackmatte auf ein Backblech oder einen flachen Teller.
  3. Verteile den Sauerteig: Nimm deinen Sauerteig Starter und verteile kleine Tupfer oder kleine Portionen auf das Backpapier oder die Backmatte. Lasse ausreichend Platz zwischen den Tupfern, da sie während des Trocknungsprozesses an Volumen zunehmen können.
  4. Trocknung: Lasse den Sauerteig an einem warmen, gut belüfteten Ort bei Raumtemperatur trocknen. Dieser Prozess kann einige Tage dauern. Wende den Starter gelegentlich mit einem sauberen, trockenen Werkzeug (z. B. einem sauberen Löffel) um, um sicherzustellen, dass er gleichmäßig trocknet.
  5. Test auf Trockenheit: Der Sauerteig Starter ist vollständig getrocknet, wenn er bröckelig und hart ist. Er sollte keine Feuchtigkeit mehr enthalten.
  6. Aufbewahrung: Zerbrösele den getrockneten Sauerteig Starter in kleine Stücke oder mahle ihn zu Pulver. Bewahre das getrocknete Startermaterial in einem luftdichten Behälter oder einem vakuumversiegelten Beutel auf. Lagere es an einem kühlen, trockenen Ort, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Wenn du später den getrockneten Starter verwenden möchtest, kannst du ihn rehydrieren, indem du ihn mit Wasser vermischst und ihn dann wie einen frischen Starter fütterst, bis er wieder aktiv ist.

Dieser Prozess ermöglicht es dir, deinen Sauerteig Starter für eine längere Zeit zu konservieren, um ihn bei Bedarf wiederzubeleben oder sogar anderen zu schicken, damit sie ihren eigenen Sauerteig Starter herstellen können.

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Walnuss Sauerteigbrot

Zutaten
  

  • 1 Pckg. Bio Roggensauerteig getrocknet
  • 1 kg Bio-Weizen Universalmehl
  • 4 TL Meersalz gerieben, unjodiert
  • 150 g Walnuss-Kerne
  • 2 Pckg. Bio-Germ
  • 750 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Bio-Rohrzucker
  • 20 g Bio-Backmalz

Anleitungen
 

  • Die Hälfte des Mehls, Hefe, Salz und Zucker gut vermischen. Danach das lauwarme Wasser hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Roggen-Sauerteig getrocknet sowie Backmalz hinzufügen, wieder gut vermischen und dann nach und nach das Mehl unterrühren. Zum Schluss noch die gehackten Walnüsse gut vermengen und den Teig abgedeckt an einem warmen Ort stellen und gehen lassen.
  • Der Teig muss das doppelte Volumen angenommen haben dann rausnehmen und gut durchkneten. In eine Form geben und nochmals abgedeckt stehen lassen, wieder bis das Volumen sich verdoppelt hat.
  • Anschließend das Backrohr vorheizen, dann das Brot hineingeben und eine kleine Schüssel Wasser dazu stellen. Bei 200° Grad Ober-/Unterhitze ca.60min backen, wobei ich es die letzten 5-10min. kurz raushole aus der Form und dann im Backrohr fertig knusprig backe.
  • Das Brot aus dem Backofen nehmen und auf einem Gitter mind. 1 Stunde gut abkühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachmachen!